Linoleum

Linoleum

 

In unserer abstrakten, digitalisierten Welt wird konkretes, sinnliches Erleben im Alltag immer kostbarer. Dem flüchtigen Digitalen setzen die LinoBooks dauerhafte Materialien mit langer Tradition entgegen.

Linoleum ist ein moderner Klassiker der Architektur- und Industriegeschichte, der aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts gestaltete Peter Behrens Muster für die Deutschen Linoleumwerke. Am Bauhaus arbeiteten Walter Gropius und Mies van der Rohe mit Linoleum, sowohl als Bodenbelag als auch im Möbelbau.

Heute ist der Werkstoff weitgehend aus dem allgemeinen Bewusstsein verschwunden. Dabei gibt es Linoleum schon seit 150 Jahren und wird aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.


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Heute schätzen Architekten das Material insbesondere wegen seiner Gestaltungsmöglichkeiten, seiner biologischen Unbedenklichkeit und weil es nahezu unverwüstlich ist. Zudem ist der Werkstoff elastisch sowie haptisch sehr angenehm. Die weitaus meisten Menschen mögen seinen einzigartigen Geruch. Dazu ist Linoleum auch noch sehr strapazierfähig – alles Eigenschaften, die es auch zu einem idealen Einbandmaterial für außergewöhnliche Notizbücher machen.

Seit seiner Erfindung durch den Engländer Frederick Walton wird Linoleum mit praktisch unveränderter Rezeptur hergestellt. Die wesentlichen Bestandteile sind bis heute Leinöl, Harze, Kork, Holz- und Kalksteinmehl und Jute. Durch den zunehmenden Einsatz von billigeren Kunststoffen als Bodenbelag ging der Linoleum-Einsatz seit den 1950er-Jahren stetig zurück. Der umweltfreundliche und kompostierbare Werkstoff erlebte erst mit dem zunehmenden Umweltbewusstsein seit den 1980er-Jahren eine Renaissance.

Dennoch wird Linoleum von den meisten Menschen immer noch mit „Kunststoff“ verwechselt oder als solcher bezeichnet. Und so ist das Material als natürliches Bauprodukt heute ein umweltfreundlicher Geheimtipp geworden.

 

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